- Name: Schulcampus Wobrecken (Generationscampus)
- Ort: 40 Boulevard Winston Churchill, L-4055 Esch-sur-Alzette
- Bauherr: Ville d’Esch-sur-Alzette (Administration Communale)
- Architektur: Witry & Witry architecture urbanisme, Echternach
- Planungspartner: IBN Passivhaus / HDK Dutt + Kist / Schroeder et Associés (Tragwerk) / Jean Schmit Engineering
- Holzbau: Prefalux S.A., Junglinster
- Fertigstellung: 2024
- Bruttorauminhalt: 000 m³
Besonderheiten
- CO₂-neutral errichtet nach Prinzipien der Circular Economy
- Energieplus-Gebäude: erzeugt mehr Energie als es verbraucht
- Holzkonstruktion in modularer Bauweise – flexibel und langlebig
- Tragwerk vollständig aus Holz, Verbindungen für zerstörungsfreie Demontage ausgelegt
- Umfassende Lebenszyklusbetrachtung: Errichtung, Betrieb, Umbau, Rückbau
Architektonisches Konzept
Der Campus vereint Kindergarten, Grundschule, Maison Relais, Kinderkrippe und Sportinfrastrukturen in einem ganzheitlichen Bildungshaus. Die Räume werden multifunktional genutzt: vormittags durch die Schule, nachmittags durch die Maison Relais. Zentrales Herzstück ist ein großzügiges, lichtdurchflutetes Atrium, das als Ort der Begegnung dient und durch Bepflanzung den Bezug zum angrenzenden Pausenhof und Park herstellt. Freundliche Farben und natürliche, CO₂-arme Materialien schaffen eine einladende Atmosphäre und Orientierung für die Kinder. Der Pausenhof fungiert zudem als verbindendes Element zwischen Hauptgebäude, Sportanlagen und Crèche, wodurch der Campus zu einer offenen und lebendigen Einheit zusammenwächst.
Auszeichnungen
Der Schulcampus Wobrecken erhielt 2024 den Holzbaupreis Eifel. Die Jury würdigte die exzellente städtebauliche Integration, die durchdachte Nutzung von Holz im Innen- und Außenbereich sowie die ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung. Besonders hervorgehoben wurde die Flexibilität des Holztragwerks, das am Lebenszyklusende zerstörungsfrei demontiert werden kann, sowie die Schaffung wertvoller Außenräume mit hoher Lebensqualität trotz urbaner Dichte. Das Projekt gilt als Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen und unterstreicht symbolisch den Wandel Esch-sur-Alzette von einer Stahlhochburg hin zu einem Wissens- und Bildungsstandort.
Fotos:
Witry & Witry / Willi Filz
Project Location







